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SolNit

SolNit-Verfahren

Unter dem SolNit-Verfahren (Solution Nitriding) versteht man das Randaufsticken von rost- und säurebeständigen Stählen. Durch die Einlagerung von atomaren Stickstoff werden an endformnahen Bauteilen hochstickstoffhaltige, austenitische oder martensitische Randschichten mit hoher Härte, günstigen Eigenspannungen und hervorragenden Korrosionseigenschaften erzeugt.

Der Prozess wird in Vakuumanlagen bei Temperaturen zwischen 1.050 °C und 1.150 °C in einer reinen Stickstoffatmosphäre mit Drücken zwischen 100 mbar und einigen hundert mbar durchgeführt. Die Aufstickungstiefen können variieren zwischen 0,10 mm und einigen Millimetern. Eingesetzt wird der Prozess im Bereich der Kunststoffverarbeitung, Getriebekomponenten, Wälzlagern für Turbinen, Pumpen, Ventilen, Chirurgischen Instrumenten und Sanitärzubehör.

Bei der Hanomag Lohnhärterei Unternehmensgruppe findet das SolNit-Verfahren in einem Einkammer-Vakuumofen am Standort Gommern statt. Die Ofenkammer besitzt eine Breite von 910 mm, eine Länge von 1.220 mm und eine Höhe von 910 mm. Das maximale Chargengewicht beträgt 1.500 kg.

 

Geeignete Werkstoffe

Hochlegierte ferritische, martensitisch härtbare und austenitische Stähle (z. B. X6Cr17, X20Cr13, X14CrMoS17, X5CrNi18-10, X2CrNiMo18-14-3, X10CrNiMoTi18-10)

 

Vorteile des SolNit-Verfahrens

  • Erhöhter Korrosionswiderstand
  • Deutlich höhere Härte
  • Verbesserter Verschleißwiderstand
  • Hohe Druckeigenspannung in der Randschicht
  • Steigerung der Zeit- und Dauerbeständigkeit bei Wechselbeanspruchung
  • Erhöhte Kavitations- und Erosionsbeständigkeit
  • Deutlich höhere Warmfestigkeit des Stickstoff-Martensits
  • Reduzierter Reibungskoeffizient
  • Geringe Fressneigung
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© Hanomag Lohnhärterei Unternehmensgruppe