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Niederdruckaufkohlen

Niederdruckaufkohlen

Die Niederdruckaufkohlung mit nachfolgender Abschreckung ist eine Form der Einsatzhärtung. Im Vergleich zum Einsatzhärten im Gas kann durch die Vorteile der Vakuumtechnik die Aufkohlungstemperatur bis 1.070 °C gewählt werden. Dadurch wird die Zyklusdauer speziell für hohe Einsatzhärtungstiefen deutlich reduziert.

Beim Niederdruckaufkohlen wird das richtige Kohlenstoffprofil im Werkstück für Einsatzhärtungstiefen von ca. 0,60 mm mit zwei Aufkohlungs- und zwei Diffusionsschritten eingestellt. Anschließend wird die Charge auf Härtetemperatur abgesenkt und mittels der Hochdruckgasabschreckung gehärtet.

Bei der Hanomag Lohnhärterei Unternehmensgruppe findet das Niederdruckaufkohlungsverfahren in einem Einkammer-Vakuumofen am Standort Gommern statt. Die Ofenkammer besitzt eine Breite von 910 mm, eine Länge von 1.220 mm und eine Höhe von 910 mm. Das maximale Chargengewicht beträgt 1.500 kg.

Bei der Einsatzhärtung erhalten die Werkstücke durch die Kombination einer hohen Randhärte mit einem zähen Kern optimale Eigenschaften für die nachfolgenden Belastungen im Einsatz. Durch die Wahl des Acetylens als Aufkohlungsgas und eines sehr niedrigen Behandlungsdruckes wird die Russbildung, die in früheren Zeiten ein Problem dieser Technik darstellte, total vermieden.

 

Geeignete Werkstoffe

Alle Einsatzstähle (z. B. 16MnCr5, 20MnCr5, 18CrNiMo7-6, 18CrNi8)

Auch austenitische Stähle (z. B. X5CrNi18-10)

 

Vorteile der Niederdruckaufkohlung

  • hohe Wirtschaftlichkeit auf Grund kürzerer Prozesszeiten
  • optimale Gleichmäßigkeit auch bei kompliziertester Bauteilgeometrie und dichtester Chargierung
  • randoxidationsfreie Oberfläche
  • saubere und blanke Oberflächenbeschaffenheit
  • Präzise Einstellung der Einsatzhärtungstiefen von 0,05 mm bis zu einigen Millimetern
  • Hohe Verfügbarkeit der Anlagentechnik
  • Aufkohlung von passiven Stählen ist möglich
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© Hanomag Lohnhärterei Unternehmensgruppe